| Drucken16.11.2005 

Es weihnachtet sehr: „Es ist ein Elch entsprungen” in den deutschen Kinos (Kathleen Nordt)

Es ist ein Elch entsprungen
Deutschland 2005, 90 Min
Regie: Ben Verbong
Drehbuch: Andreas Steinhöfel, Andreas Badler
Darsteller: Mario Adorf, Anja Kling, Raban Bieling, Sarah Beck
Kinostart: 3. November 2005

Fotos: © BVIUnd es gibt ihn doch!
Weihnachtsmann Mario Adorf
in einer märchenhaften Familienkomödie

Wie seine bekannten Filme "Das Sams" und "Sams in Gefahr" gehört auch der neue Film des niederländischen Regisseurs zur Kategorie der Familienunterhaltung. So trifft Ben Verbong mit seiner fantasievollen Komödie nicht nur den Nerv der Kinder, sondern erreicht mit seinem Witz auch die Erwachsenen. Die zugespitzten, einzigartigen Charaktere und die daraus entstehenden bizarren Ereignisse an den Vortagen zur Heiligen Nacht bilden die humoristischen Grundbausteine für ein erfrischendes, gemütliches und im Kern typisches Weihnachtsmärchen.

Typisch ist auch der Weihnachtswunsch von Bertil (Raban Bieling). Seitdem er mit seiner Mutter Kirsten Wagner (Anja Kling) und seiner größeren Schwester Kiki (Sarah Beck) aufs Land gezogen ist, muss er sich ständig mit seinen neuen unangenehmen Schulkameraden auseinandersetzen. Indessen arbeitet sein Vater als Forscher am Nordpol, so dass sich Bertil sehnlichst wünscht, Weihnachten gemeinsam mit ihm in der Familie feiern zu können. Allerdings scheint dies ebenso wahrscheinlich wie die Bruchlandung eines Elchs mit Namen Mr. Moose mitten im Wohnzimmer der Familie Wagner. Doch zu Weihnachten geschehen seltsame und geheimnisvolle Dinge.

Mr. Moose - ziemlich groß, gelassen, aber tollpatschig - stürzt bei einem Übungsflug mit dem Schlitten des Weihnachtsmannes ab, und Bertil findet in ihm einen neuen Freund. Der Weihnachtsmann (Mario Adorf) begibt in seinem karierten Freizeitanzug von Irland auf die Suche nach seinem Rentier-Ersatz, dem Elch Mr. Moose. Dabei macht er die beinahe verhängnisvolle Bekanntschaft mit Oma Wagner, die sofort Gefallen an dem charmanten Weißbärtigen findet. Auch der ungeliebte Nachbar, Kinderschreck und begeisterte Jäger Pannecke (Jürgen Tarrach) hat eine Schwäche für Wesen vom Nordpol, nämlich für Elche, und hat die Spur bereits aufgenommen. Nur mit List, Mut und der wundersamen Wirkung des Milchstraßenstaubs kann Bertil mit seiner Familie das Weihnachtsfest vielleicht doch noch retten.

"Es ist ein Elch entsprungen" bietet Spannung, Spaß und jede Menge Weihnachtsstimmung für die ganze Familie. Auch wenn das mechanische Modell und die Computeranimationen des fliegenden Elchs nicht lebensecht erscheinen, so fügen sie sich doch insgesamt in diese verträumte Weihnachtsgeschichte ein. Dabei lebt die Komödie von den guten Leistungen der Schauspieler, die sich perfekt in ihre Rolle hineingefunden haben, sei es als Weihnachtsmann mit durchaus menschlichen Schwächen oder als fieser, aber erfolgloser Bösewicht Pannecke. Der Film bietet ein breites Spektrum an Emotionen und behält bis zum Schluss Spannung - auch wenn klar ist, dass es für eine Weihnachtsgeschichte nur ein mögliches Ende geben kann.(Kathleen Nordt)

Der Film läuft u.a. im Regina, CineStar und den Passage Kinos Leipzig.

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